Historische Grenzsteine zwischen dem Fürstentum Lippe und dem Fürstbistum Paderborn


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Historische Grenzsteine

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Angefangen hat alles im Spätsommer 2005, da habe ich mir überlegt eine Web-Site zu bauen und das Thema hieß Feldrom, so wie die Web-Adresse die ich reserviert hatte. Seit dem sammele ich alles was mit F/Veldrom zu hat (Bilder Texte, Bücher, Zeichnungen, Überlieferrungen usw.).

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Fürstentum Lippe
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Königreich Preußen

Nun gibt es aber zwei Orte nämlich Feldrom und Veldrom. Vor 1658 kennzeichneten markante Punkte die Landesgrenze zwischen dem Fürstbistum Paderborn und den Edelherren von Lippe. Bis es immer häufiger zu Streitigkeiten kam. 1658 einigte man sich auf eine neue Grenzfestsetzung und diese im Dokument „Lipspringeischer original vergleich“ festgeschrieben. Die Grenze gilt ab diesem Zeitpunkt zwischen Lippe und dem Fürstbistum Paderborn als endgültig. Begonnen hat man in Dalbke im Vierländereck mit dem Stein Nr. 1, stießen zu diesem Zeitpunkt vier Herrschaften nämlich Ravensberg, Rietberg, Paderborn und Lippe zusammen. Beschreiben werde ich hier nur die Grenze zwischen Paderborn und Lippe. Der Verlauf der Grenze beginnt mit dem Grenzstein Nr. 1 zwischen Stukenbrock und Sennestadt, zieht sich dann nach Süden bis Schlangen, die Steinbeke hinauf durch Feldrom und wendet sich schließlich nach Osten Richtung Leopoldstal, Vinsebeck und Bellenberg/Ottenhausen. Aber wo fängt man an und wo hört man auf? Eins kann ich euch sagen aufgehört hat es noch nicht aber Angefangen, ja Angefangen hab ich es jetzt.

Als ersten Stein fotografierte ich den Stein an dem ich schon als Kind tagtäglich auf den Weg zur Schule vorbeigelaufen war, den direkt vor unserer Haustür. dann kam der nächste und übernächste, ein Art Fieber packte mich und ich musste immer noch den nächsten finden. Dabei war mir das Buch von Johannes Schulze „Geschichte der Gemeinden Kempen – Feldrom - Veldrom“ mit seinen Skizzen und Beschreibungen eine große Hilfe. Als ich so ein paar Steine zusammengetragen hatte dachte ich, das musst du anders angehen. Nicht so unorientiert und unsortiert, sondern vielmehr strukturiert um anschließend auch ein brauchbares Ergebnis zu haben. So entwarf ich mir ein Datenblatt zum erfassen und dokumentieren jedes einzelnen Steins und eine Liste von Gegenständen die dringend nötig waren für mein neues Hobby, Steine sammeln. Mein Ziel war es lückenlos alle Steine zu finden die die Grenze zwischen Feldrom und Veldrom darstellten. So fing ich mit Stein Nummer 45 am Mönkeberg an und arbeitete mich bis zur Velmerstot hinauf, zum Stein Nummer 65. In dieser Zeit bin ich an so manchen Stein mehrfach gewesen und beim mehrfachen ablaufen der Strecke, teils mit meinem Sohn Jan Patrick, teils mit Freunden oder aber auch alleine, fanden sich immer wieder neu Steine die sehr versteckt waren zwischen denen die ich schon hatte. Die Suche mit meinem Sohn machte mir immer wieder sehr viel Spaß. Einmal standen wir in der alten Steinhalde, hier wurde damals das Geröll abgekippt welches im Steinbruch nach dem behauen übriggeblieben war und ich sagte so zu ihm du wir suche einen Stein der muss hier irgendwo sein. Er schaute mich ungläubig an und meinte mit seinen 9 Jahren nur „ Papa das ist jetzt nicht dein ernst, oder, wo soll ich hier denn den Richtigen finden?“ Aber er fand ihn und war mächtig stolz darauf und ich auch. Teils waren die Steine in der Erde versunken so dass ich sie erst freilegen musste oder sie waren so voll Moss das man die Steine kaum als Grenzsteine erkennen konnte. Ich fand herausgerissene, zerstörte und versetzte Steine.

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Versunkener Stein
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Gesäuberter Stein
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Auf der Suche nach dem Brunnwickelßstein
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Gefunden Brunnwickelßstein
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Sauber Brunnwickelßstein


In den Wintermonaten baute ich dann mit den bis dahin gefundenen Steinen meine Web-Site zusammen. Erste Kontakte aus der näheren Umgebung wurden geknüpft und die Neugier wuchs, mittlerweile bin ich auf der einen Seite schon bis nach Schlangen hinein und auf der anderen Seite hinunter von der Velmerstot bis hinter Leopoldstal und die suche geht weiter. Kaum hatte ich so gut wie alle Steine zusammen, da kam die Idee mit den Koordinaten per GPS, also noch mal alle besuchen. Zu diesem Zeitpunkt erfuhr ich von der Internetseite der Bezirkregierung Detmold (siehe Verweise) die im Sommer 2009 freigeschaltet wurde. Dies brachte mich dann auf die Idee meine Steinseite neu zu gestallten und dies ist hier das momentane Ergebnis davon. Ich hoffe Sie haben ein wenig Spaß bei der Seite und vielleicht kann ich ja dem einen oder anderen mit dieser Seite ein wenig weiterhelfen.

Gerade bat ich meine Frau sich doch mal diesen Artikel anzuschauen und da war es wieder das etwas andere Lächeln!

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